Traffective Blogbeitrag: Der Nachbericht zum Programmatic Summit

Das war der Wake-Up-Call Programmatic 2019

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Heiko Staab beim Traffective Wake-Up Programmatic Summit.

Im letzten Quartal in 2019 fand der Summit „Wake-Up-Call Programmatic 2019“ zum vierten Mal in Folge statt. Im Mittelpunkt standen viele Themen, die Publisher gerade bewegen und beschäftigen: Wie erstellt man relevanten Content, um die Werbeerlöse zu sichern? Welche Rolle spielt dabei Programmatic Advertising? Wir haben hier die Highlights des informativen Events zusammengefasst.

München. Programmatic Advertising hat sich in den vergangenen Jahren als ein innovatives Instrument des Online-Marketings bewährt. Mittlerweile ist „Programmatic“ kein Buzz-Wort mehr, sondern das Maß vieler Dinge in der digitalen Werbebranche. Erlöse nachhaltig steigern und mehr Reichweite generieren, selbst über Werbeformate entscheiden und Werbekampagnen permanent optimieren – das sind nur einige wenige Vorteile programmatischer Werbung.

2020 geht es weiter: Programmatic Advertising wird weiterhin an Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt im Hinblick auf die kommende ePrivacy und die After-Cookies-Ära. Hier warten Mediaagenturen, Werbetreibende und ihr Publisher gespannt auf neue Chancen und fürchten zugleich Risiken. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit wichtiger denn je.

Beim Programmatic Summit wurden Gäste aus allen Zweigen der digitalen Branche eingeladen. Das Ziel: Alle Beteiligten sollten sich konstruktiv austauschen, um neue Trends im Publishing sowie im Online-Marketing aufzuzeigen. Einer der wichtigen Punkte der Konferenz war die programmatische Werbung und ihre Rolle in der aktuellen Werbemarkt-Entwicklung.

Großes Interesse am Wake-Up-Call Programmatic

Damit stießen wir auf großes Interesse – sowohl auf der Publisher- als auch auf der Marketing-Seite. Daher musste kurzfristig der Standort des Summits gewechselt werden. Das imposante alte Münchner Kesselhaus, eine der angesagtesten Münchner Event-Locations, gab unserem Wake-Up-Call Programmatic den angemessenen Rahmen. Die Veranstaltung brachte Publisher, Agenturen, Werbetreibende, Sell-Side- und Demand-Side-Plattformen sowie Markt-Begleiter wie BurdaForward zusammen. So regte Traffective einen tiefgründigen, fachlichen Informationen-Transfer an. Im Mittelpunkt standen unter anderem folgende Themen:

- Wie monetarisieren Publisher in Zukunft Content? 

- Wie generiert man relevanten Traffic? 

- Wie stellt man künftig die Werbeeinnahmen sicher?

Neben den informativen Fachvorträgen fanden Bühnengespräche mit bekannten Keynote-Speakern der Branche statt. In lockerer Atmosphäre diskutierten die Teilnehmer praxisnahe Lösungsbeispiele und gemeinsame Wege für die Neugestaltung der Online-Werbung. Im Anschluss an den spannenden Nachmittag feierten alle Gäste das 10-jähriges Jubiläum von Traffective – ein wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Traffective Monetization Plattform für Publisher. 

So generieren Publisher relevanten Content

Eines der Highlights des Events war der Vortrag "The Future of Publishing: Intelligent Content – Empfohlen für Dich" von Markus Franz. Der CTO von Ippen Digital stellte aus der Sicht eines Publishers dar, was genau „Intelligent Content“ bedeutet und wie sich der Weg zu intelligenten Inhalten gestaltet. Die wichtigen Stichwörter seines Vortrags waren künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. Der Hintergrund: Das neue Konzept, das gerade mit Nachdruck entwickelt wird, soll mit Hilfe von Algorithmen die interne Informationsplattform in eine innovative Wissensplattform verwandeln. Was sich ID davon verspricht? Weniger Verwaltungskosten, mehr Zeit für effizientes, kreatives Arbeiten – und vor allem: Content, der perfekt auf die jeweiligen Bedürfnisse der Leser abgestimmt ist und sich optimal monetarisieren lässt. Klingt wie ein Traum? Diese Vision realisiert Ippen Digital aktuell in mehreren Etappen.

Das sind die wichtigsten innovativen Bereiche auf dem Weg zum relevanten Content – dem Content, der gleichermaßen für User und für Werbetreibende interessant ist:

- Bei Content Intelligence geht es darum, dass die Maschine geschriebene Texte vollautomatisiert zu verstehen lernt. Die schwache künstliche Intelligenz (die „richtige“ KI existiert laut Markus Franz noch nicht) entlastet Redakteure bei ihrem Alltag: Sie vereinfacht die Recherche und hilft, Content zu veredeln – von der Korrektur bis hin zur userfreundlichen Struktur. 

- Bei Audience Intelligence stehen Erkenntnisse über die Zielgruppe im Mittelpunkt: Computerprogramme auf der KI-Basis sammeln und analysieren Informationen über das Leserverhalten wie Interessen, Themen oder Lesedauer, um entsprechende Marketingstrategien zu identifizieren. Audience Intelligence liefert also Daten darüber, ob der Content für die Leserschaft auch funktioniert. 

- Einer der wichtigsten Bereiche des Projekts, der Knowledge Graph, geht sogar einen Schritt weiter. Die Graph-Technologie hilft, alle relevanten Informationen in einer einheitlichen Datenbank miteinander zu verbinden. Wie sind Inhalte strukturiert und wie sind sie mit Usern verknüpft? Wer diese Zusammenhänge versteht, bereitet seinen Content viel schneller und effektiver für unterschiedliche Devices (Endgeräte) auf und sorgt so für ein individuelles Leseerlebnis.

Der intelligente Content ist somit ein responsiver Content, bei dem Struktur, Inhalt und Design getrennt werden, um auf unterschiedlichen Geräten wieder zusammengesetzt zu werden. Die Frage, die sich Ippen Digital dabei stellt, ist: Wie schaffen wir es, dass der Inhalt den Weg zum Benutzer findet und sich dabei selbst optimal an dessen Endgerät anpasst? Und dass unser Content zum richtigen Zeitpunkt und auf dem richtigen Kanal ausgespielt wird? Hier führt der Begriff Elastic Content in eine Ära ein, in der ihr Publisher euch mit ganz neuen Medien und Features auseinandersetzen müsst – wie zum Beispiel personalisierten Assistenten oder den sogenannten Smart Devices (eigenständige elektronische Kleingeräte wie Smartphones, Tablet PCs und Datenbrillen, die mobil, vernetzt und mit verschiedenen Sensoren ausgestattet sind). Denn genau diese sorgen in Zukunft dafür, dass der Artikel oder eine News genau da auftauchen, wo sie der Benutzer benötigt.

Auf dem Weg zum intelligenten Content 

Doch wie baut man relevanten bzw. intelligenten Content auf? Vorerst lernt das Programm, Inhalte zu verstehen. Im zweiten Schritt werden Content-Fragmente wie Überschrift oder Foto definiert. So reden wir in Zukunft nicht mehr von einem ganzheitlichen Inhalt, sondern von Inhaltsfragmenten. Und davon, diese dem User individuell zuzuspielen. Hier kommt es auf das Audience Development an: Über die zielführend aufgebauten Inhalte findet ihr die richtigen Leser, erstellt personalisierte Angebote und bindet eure Leserschaft. Um euren Content folglich effektiv zu monetarisieren. 

Wie der Vortrag von Markus Franz zeigt, hebt Human Intelligence, gepaart mit Machine Intelligence die Publishing-Branche auf das nächste Level. So profitieren digitale Redaktionen von der rasanten technischen Entwicklung und steuern den immer weiterwachsenden Informationsfluss effizient. Dabei sollen Maschinen Publishern mehr Zeit für kreative Aufgaben verschaffen sowie für weniger Routine im Alltag sorgen – indem sie die bereits vorhandenen Daten schnell und sinnvoll zu relevantem Content zusammensetzen.

Wake-Up-Call Programmatic Summit: Das waren die Highlights 

Auch diese zukunftsweisenden Themen standen auf der Agenda unseres Wake-Up-Call Programmatic Summit 2019: 

- Die Kommunikationsrevolution – Publishing gestern, heute und morgen; Dr. Dirk Ippen / Verleger 

- Wie generiert man zukünftig relevanten Traffic? Marcus Tandler, Co-Founder & Managing Director bei der Ryte GmbH 

-Was müssen Werbetreibende und Publisher beim neuen Auktionsverfahren beachten? Balint Torok, Strategic Platform & Programmatic Manager bei Google

- P rogrammatic ist kein Hype – alles Digitale wird Programmatic! Fireside Chat, moderiert von Dimitrios Haratsis 

- Wie stelle ich künftig die Werbeeinnahmen sicher? Ekkehardt Schlottbohm, Regional Director Central Europe bei PubMatic Ltd. 

- Wie vermarkte ich ohne Cookies? Achim Schlosser, CTO bei der European netID Foundation 

- Flexibler, transparenter und selbst am Steuer – Programmatic at ist best – LIVE DEMO; Heiko Staab, Co-Founder bei der Traffective GmbH und Milena Schmid, Marketing und Vertriebsleiterin digital bei der MHS Digital GmbH

Ihr habt noch Fragen zu Technologien und Tools von Programmatic Advertising? Unsere Experten von unserem Partner Traffective beraten euch gerne!

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