Nach Corona-Hoch: Nachfrage nach breitem Themen-Spektrum steigt wieder

Die Krise war ein Beschleuniger für digitalen Journalismus

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ID Plattform erreicht 282,8 Millionen Visits im Juni.

Die Ippen Digital Plattform schließt den Mai mit 288,1 Millionen Visits und den Juni mit 282,8 Millionen Visits ab. Nach der Extrem-Nachfrage nach Corona-Nachrichten normalisiert sich der Nachrichten-Markt. Neben den täglichen Corona-Updates sind bei Leserinnen und Lesern jetzt auch wieder andere Themen gefragt: Von Politik über Unterhaltung bis zu Sport.

München. „Die Corona-Pandemie wird sich in der Nachbetrachtung als der Beschleuniger für digitalen Journalismus zeigen“, sagt Markus Knall, Chefredakteur der Ippen Digital Zentralredaktion. Besonders habe sich gezeigt, dass die Pandemie Seh- und Lese-Verhalten gebrochen habe. „Mit einem Mal ist das breite Themenspektrum von General-Interest-Titeln weniger gefragt gewesen. Das Thema Corona hat alle Menschen umgetrieben“, so Knall.

„Im ersten Halbjahr haben wir uns einschneidenden organisatorischen Herausforderungen stellen müssen“, ergänzt Benjamin Marx, Geschäftsführer von Ippen Digital. „Zum einen die schnelle Virtualisierung der Arbeitsweise, nicht nur in der Redaktion. Dann hat sich das Buchungsverhalten für die Werbeflächen komplett geändert, einige Branchen sind auf Null gefahren, andere haben zusätzliche Budgets bereitgestellt. Und schließlich musste die Redaktion ihre Ressourcen shiften, sich neu gruppieren und neue redaktionelle Angebote schaffen.“

Die bestimmten Regeln unterliegenden und daher oft planbaren Muster sowohl bei Werbebuchungen wie aber auch bei der Themen-Nachfrage stellten die News-Branche in Summe vor Herausforderungen. Besonders weil ein sehr starker März, in dem Online-Nachrichten so stark gefragt waren wie noch nie, viele Leserinnen und Leser wieder neu mit Nachrichtenseiten in Verbindung gebracht hat.

Agil auf das Interesse der Leser reagieren

„Das heißt auch, dass wir als Journalisten sehr schnell lernen müssen, wie und wann sich diese Interessen dann wieder ändern. Denn schon ab April kamen wieder mehr andere Themen in der Nachfrage dazu“, sagt Markus Knall. Hier agil auf LeserInnen-Interesse reagieren zu können, sei eine Herausforderung, aber auch eine große Chance für Nachrichtenredaktionen.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team und die Redaktionen, mit denen ich arbeiten darf“, so Knall. Dadurch, dass es der Ippen Digital Zentralredaktion gelungen sei, von Tag zu Tag immer schnell zu shiften, sei zwar auch ein Drop nicht ganz vermeidbar gewesen, doch entgegen des allgemeinen Markttrends bewege sich der Juni bereits wieder leicht nach oben. Und viele neue LeserInnen sind durch ein abwechslungsreiches Angebot der Ippen Digital Plattform treu geblieben.

Zuletzt bestimmten neben der Pandemie drei emotional aufgeladene Themenkomplexe die Berichterstattung: die neue und nach Deutschland führende Spur im Fall der seit 2007 vermissten Maddie McCann, der gesprengte Kinderpornoring in Münster und die weltweiten Anti-Rassismus-Proteste infolge des durch Polizeigewalt provozierten Todes des Afroamerikaners George Floyd bei einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Festnahme. Gleichzeitig stieg auch allgemein die Nachfrage, vor allem im Bereich Verbraucher, Auto und Mobilität sowie im Gaming-Bereich.

Dritterfolgreichster Monat für ID-Gruppe

Das umfangreiche Angebot verhalf der Ippen Digital Plattform zu einer alles in allem ordentlichen Entwicklung. Insgesamt sammelte Deutschlands reichweitenstärkster Verbund von News-Portalen im Mai 281 Millionen Visits – weit mehr als doppelt so viele wie jeder andere Zusammenschluss von Nachrichtenseiten im Land. Im Juni waren es 282,9 Millionen Visits. 

Auch merkur.de erlebte seinen dritterfolgreichsten Monat, beendete den Mai mit 117,6 Millionen Seitenaufrufen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Portalen hatte tz.de zuletzt einen Durchhänger, erholte sich aber im Mai auf 45,8 Millionen Visits und im Juni bereits auf über 55 Millionen Visits. 

Unter den größten Nachrichten-Portalen hielt die Ippen Digital Plattform damit seit Januar den Platz 3 vor dem Nachrichtenangebot DER SPIEGEL (279,5 Millionen Visits). Ganz vorne landete wie gewohnt BILD Online mit knapp 482,9 Millionen Visits und dahinter T-Online mit 467,1 Millionen Visits.

id